Eine Einladung, das Mutterwerden neu zu betrachten
Liebe Mama, du leistest jeden Tag Unglaubliches – oft mehr, als du dir selbst zugestehst. Dieser Beitrag ist daher keine Aufforderung zur Mama-Selbst-Optimierung. Er ist eine Einladung: dazu, das Mutterwerden als das zu sehen, was es ist – ein tiefgreifender Entwicklungsprozess.
Mutter bist du ab der Schwangerschaft, Mama wirst du mit der Zeit. Doch wann fühlen wir uns angekommen im Mama sein?
Was in dir passiert, wenn du Mutter wirst
Hast du es auch erlebt – oder bist sogar mitten drin? Dieses verrückte Gefühls- und Identitäts-Chaos, nachdem du Mama wurdest? Wie geht es dir damit? Fragst du dich manchmal, ob mit dir etwas nicht stimmt? Denn eigentlich solltest du doch glücklich sein, jetzt als Mama. Du wolltest dieses Kind so sehr, du liebst es. Und jetzt? Da fällt es dir oft so schwer, das Mamasein wirklich zu genießen. Warum?
Niemand hat dich darauf vorbereitet, welche Gefühle das Mamasein wirklich in dir auslösen wird.
Neben dem von der Gesellschaft und auch von einem selbst, meist hoch erwarteten „Mutterglück“. Da fühlst du noch so VIEL MEHR. Da ist Trauer, Wut, Schmerz, Unsicherheit – in einer intensität, die du bisher nicht kanntest.
Und an manchen Tagen da schwappt es richtig übe in dir. Dann spürst du vom großen Mamaglück kaum noch etwas. Manchmal überkommt dich eine richtige Schwere und dann fühlst du dich schuldig, weil du nicht glücklich bist – obwohl du es doch sein solltest!?!
So ging es mir lange Zeit. Und so geht es vielleicht auch dir und vielen anderen Mamas in den ersten Jahren. Nur die wenigsten sprechen darüber.
Wusstest du, das genau das völlig normal ist? Mit dir ist alles in Ordnung ♡.
Dieses Gefühls- und Identitäts-Chaos in den ersten Jahren nach der Geburt, dafür gibt es einen Grund – und dieser lässt sich wissenschaftlich und psychologisch erklären.
Dein Mutter-Hirn im Umbau
Das Gehirn einer Frau verändert sich in den ersten Jahren nach der Geburt – es baut sich um und reorganisiert sich. Nur einmal im Leben, in der Pubertät, erlebt der Mensch einen vergleichbaren, so gravierenden Umbau wie diesen. In keiner Entwicklungsphase baut sich das Gehrin stärker um als in der Pubertät UND in der Muttertät.
Wenn du dich erinnerst, wie es war, in der Pubertät zu stecken – all die Unsicherheit, das Auf und Ab, das Suchen nach Identität – dann ahnst du, wie intensiv auch diese Phase der Neuwerdung als Mutter sein kann.
Ein neurobiologischer Prozess beginnt, der weit mehr mit sich bringt, als Stilldemenz oder das sogenannte Mommy Brain (Baby-Tunnelblick). Die Matreszenz – oder Muttertät nennt sich diese Zeit. Die Forschung beschreibt damit den biologischen, psychischen und emotionalen Wandel, der in den ersten Jahren nach der Geburt stattfindet.
Mamawerden ist aus Sicht der Wissenschaft also eine Entwicklungsphase, genau wie die Pubertät. Ein tiefgreifender Identitätswandel.
Nur diesmal mit deutlich mehr Verantwortung, Schlafmangel und gesellschaftlichen Erwartungen.
„Mutter sein muss man können“ – Das unsichtbare Narrativ
Unsere Gesellschaft feiert den Moment der Geburt, aber sie begleitet den Prozess des Mutterwerdens kaum. Von Müttern wird erwartet, dass sie „funktionieren“ – intuitiv, glücklich, geduldig.
Doch die Realität ist eine andere. Es braucht Zeit, um hineinzuwachsen – in die neue Rolle, in die neue Identität, in das neue Ich. Den sogenannten Mutterinstinkt gibt es so, wie wir ihn kulturell verstehen, nicht. Und dennoch prägt er bis heute, das Bild und unsere Erwartungen an die Mutterschaft.
In der Matreszenz verändert sich vieles: Werte, Bedürfnisse, Prioritäten, das Körperbild, die Beziehungen, die Partnerschafg, die eigene Wahrnehmung, der Hormonhaushalt – was nicht passiert: Der Mutterinstinkt.
Stattdessen entsteht die neue Identität der Mutter, die in Einklang gebracht werden möchte mit den vielen Anteilen, die dich schon vorher ausgemacht haben.
Zwischen altem Ich und neuem Ich – die Zwischenwelt der Mutterschaft
Viele Frauen erleben in dieser Phase eine Art innere Zerrissenheit:
Ein Teil sehnt sich nach dem alten Leben, ein anderer Teil spürt deutlich den Ruf des Neuen.
„In dieser Zwischenwelt liegt eine große Chance.“
Hier kannst du bewusst wählen, was du aus deinem alten Ich mitnehmen möchtest – und was du in deinem neuen Ich gestalten willst.
Du darfst loslassen, was dich nicht mehr trägt, und integrieren, was zu deinem neuen Selbst gehört.
Bewusst durch die Mutterschaft zu gehen bedeutet, diesen Prozess aktiv zu gestalten – statt ihn einfach zu „überstehen“.
Denn hier entsteht nicht nur ein Kind. Hier entsteht auch eine Mutter.
Begleitung durch die Muttertät – ein Raum für Bewusstsein
In meiner Arbeit begleite ich Frauen genau in dieser Übergangsphase.
Ich schaffe Räume, in denen Mütter Halt und Orientierung finden, in denen sie sich mit ihrem veränderten Selbst auseinandersetzen dürfen – ohne Bewertung, mit Verständnis und Wissen aus der Entwicklungspsychologie und Systemischen Beratung.
Diese Begleitung kann helfen, sich in dieser neuen Identität zu verankern, die eigenen Werte zu klären, Konflikte in Partnerschaft oder Beruf einzuordnen und Vertrauen in die eigene Intuition als Frau und Mutter zu entwickeln.
Drei Räume für deine bewusste Mutterschaft
1:1-Begleitung für Mütter in Veränderungsphasen
Ein sicherer Raum für persönliche Themen, emotionale Stabilität und innere Klärung.
→ Mehr erfahren
Mama-Café – Miteinander statt allein
Online-Austauschrunde für Mütter nach der Geburt und in der Karenz.
Mit Fachwissen, Reflexionsimpulsen und ehrlichem Austausch.
→ Zum nächsten Termin
Starker Wiedereinstieg nach der Karenz – Begleitung im Unternehmen
Psychologische Beratung & Coaching für Mütter beim Wiedereinstieg.
Ein Angebot für familienfreundliche Unternehmen, das Frauen stärkt und Bindung fördert.
→ Für Unternehmen
Muttersein bewusst gestalten
Mutterschaft ist keine Rolle, die wir einfach einnehmen. Sie ist ein Entwicklungsweg, der uns verwandelt – und gleichzeitig tiefer zu uns selbst führt.
Wer ihn bewusst geht, erlebt nicht nur Veränderung, sondern auch Wachstum, Sinn und innere Reife.
Vielleicht ist jetzt dEr Moment, diesen Weg bewusster zu Gehen
Ich freue mich über deine Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema – schreib sie mir gerne in die Kommentare oder direkt persönlich. 💬
Herzliche Grüße,
Eva 🧡





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